Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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8. August 2013

Geros valios fondas – Good Will Foundation

Nach vielen Jahren der Verhandlungen, hat sich die Regierung von Litauen bereit erklärt, Entschädigungszahlungen an die litauischen Juden, die den Holocaust des Naziregimes und den Sowjetterror während des Zweiten Weltkrieges überlebt haben, zukommen zu lassen. Das Gesetz der Wiedergutmachung für Immobilien der jüdischen religiösen Gemeinden der Republik Litauen hat eine Zahlung von 3 Millionen LTL (Litas ist die litauische Währung – die Übersetzerin) (etwa $ 1.1 Millionen), „an Personen der jüdischen Nationalität, die in Litauen während des Zweiten Weltkrieges gewohnt haben, und unter dem totalitären Regime während der Besetzung gelitten haben“, bewilligt.

Um die Zahlung von der Stiftung erhalten zu können, muss man die folgenden Kriterien erfüllen:

  1. Der Bewerber muss eine jüdische Nationalität haben.
  2. Der Bewerber muss im Gebiet von Litauen während des Zweiten Weltkrieges gewohnt haben (hat sich versteckt oder wurde im Ghetto oder in Konzentrationslager eingesperrt), oder er wurde gezwungen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges Litauen zu verlassen (wurde evakuiert oder ausgewiesen).

Die Kriterien und das Antragsformular sind in der Webseite der Stiftung Guter Wille www.gvf.lt, verfügbar.

Der Stichtag für die Einreichung der Bewerbungen ist der 30. September 2013. Aufgrund der Zahl der berechtigten Antragsteller, wird die Stiftung Guter Wille die genaue Summe der individuellen Zahlungen feststellen, mit dem Ziel das Geld am 31. Dezember 2013 zu überweisen. Antragstellung an die Stiftung ist KOSTENLOS.

Für Informationen bitte wenden Sie sich an: The Foundation for Disposal of Good Will.

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Aktuelle Veranstaltungen


Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786

Kultur

Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“

Beginn 17:00

Buchvorstellung und Gespräch 
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr

Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom

Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.

Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »

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