Veranstaltungen Kulturzentrum
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So. 21.07.2013 | 14. Aw 5773
Beginn 12:00Jakobi-Fest 2013
Dultstände, Bühnenprogramm, Kinder- und Familienangebote am Sankt-Jakobs-Platz, 12 bis 20 Uhr. Weitere Informationen unter www.muenchen.de/jakobifest.
Im Zweiten Weltkrieg zerstört und nur in Teilen wieder aufgebaut, war der Sankt-Jakobs-Platz lange Jahre eine innerstädtische Brache. Ende 2007 wurde das heimliche Herz Münchens durch den Abschluss der Neugestaltung endlich wiederzu dem charmanten und urbanen Raum, der er einmal war: der Münchner Anger – ein zentraler Platz, der durch seine ideale Lage wie geschaffen ist, Raum und Rahmen für Feste und Feiern für und mit den Bürgern zu sein.
In den Münchner Archiven ist 1310 die „Jakobidult am Anger“ (dem heutigen St.-Jakobs-Platz) erstmals erwähnt. Die Bezeichnung „Dult“ meinte ursprünglich ein Kirchenfest, das zu Ehren eines Heiligen begangen wurde. Zu dieser Gelegenheit errichteten Kaufleute im Mittelalter auf dem Kirchplatz ihre Verkaufsstände, wo sie ihre Waren feilboten. Dies war auch für fahrende Händler eine gute Gelegenheit, Tuche, Pelze, Gewürze, Gold- und Silberwaren anzubieten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde aus dem Kirchenfest mehr und mehr ein Jahrmarkt, der große Scharen von Besuchern anzog. Vor allem einheimische Händler und Handwerker präsentierten ihre Waren und Dienstleistungen. Gaukler und Marionettenspieler sorgten für Amüsement.
Die Dult ist nun schon seit vielen Jahren in die Au gezogen. Als Festplatz wird der St.-Jakobs-Platz von den Anrainern wieder eifrig genutzt: Schon 2006, zur Eröffnung der Synagoge, 2008, zur 850-Jahr-Feier der Landeshauptstadt München und 2010, beim Ökumenischen Kirchentag, hat er sich als solcher hervorragend bewährt.
Auch während des Jahres ist er gut belebt und ein beliebter Treffpunkt. Es sprechen also gleich mehrere Gründe dafür, den Platz auch künftig als Ort für Feste und Feiern zu nutzen: Nun ist es also wieder soweit!
Die Anrainer des Platzes haben sich zusammengetan und feiern am Sonntag, den 21. Juli 2013 ein großes Fest auf dem Platz. Die Gestaltung des JAKOBIFESTES 2013 übernimmt die Arbeitsgemeinschaft „Nachbarn bauen Brücken“.
Beteiligt sind folgende Einrichtungen: das Angerkloster, das Alten- und Service-Zentrum Altstadt, die Bayerische Schneidergenossenschaft im Orag-Haus, das Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt, die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern und das Jüdische Museum München sowie das Münchner Stadtmuseum.
Feiern Sie mit!
Unter der Schirmherrschaft des Kulturreferenten Dr. Hans-Georg Küppers laden die Nachbarn zu einem gemeinsamen sonntäglichen Fest auf dem St.-Jakobs-Platz. Mit Kinderkarussell, einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm von der Express BrassBand bis hin zur Schwesternband des Angerklosters, einem vielfältigen Kinderprogramm und historischen Markt- und Infoständen, Führungen durch die Synagoge und die Ausstellungen der Museen wollen die Anrainer an die belebte Geschichte des Platzes erinnern und gemeinsam mit den Gästen feiern.
Besonders möchten wir Sie hinweisen auf die Besichtigung der Synagoge „Ohel Jakob“ (Zelt Jakobs).
- 12 bis 12.45
- 15 bis 15.45 Uhr
mit Vortrag (Lichtbildausweis, keine großen Taschen, Kopfbedeckung für Herren – kann gestellt werden. Einlass jeweils 30 Min. vorher). Treffpunkt: Synagoge (Portal)
Ferner findet um 19.30 Uhr im Hubert-Burda-Saal der Kultusgemeinde eine Würdigung zum 100. Geburtstag von Schalom Ben-Chorin, dem Brückenbauer des christlich-jüdischen Dialogs, statt. Einlass nur nach vorheriger Anmeldung.
Das Jakobi-Fest 2013 ist eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Nachbarn bauen Brücken.
c/o Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München
Telefon 089-95 48 43 56, E-Mail info@jakobi-fest.de
www.muenchen.de/jakobifest
Informationsmaterial:
Die beteiligten Organisationen:
Angerkloster München – Mutterhaus der A. Schulschwestern v.U.L.Fr.
Alten- und Service-Zentrum Altstadt des ASB, RV München/Obb. e. V.
Bürgerhaus Glockenbachwerkstatt e.V.
Jüdisches Museum München
Kulturzentrum der Israelitischen
Kultusgemeinde
Münchner Stadtmuseum
Orag eG Bayerische Schneidereigenossenschaft
Organisationsteam:
Anne Druba, Dr. Isabella Fehle, Claudia Gärtner, Ulla Hoering, Christine Kellner, Annette Laber, Schwester Gabriele Lober, Evi Lohmueller, Ellen Presser, Elisabeth Schulte, Anne Uhrlandt,
Oliver Wick | Beratend: Sylvia Ottes
Kinderprogramm:
Kultur und Spielraum e.V., www.kulturundspielraum.de
im Auftrag des Stadtjugendamts/Sozialreferats der LHM
Historische Stände:
Sammlung Hofele & Ludwig
www.hofeleundludwig.de
Medienpartner:
Abendzeitung München
Unterstützer:
Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Abteilung 2
Stadtteilkultur Regionale Festivals, Veranstaltungstechnik
Bezirksausschuss 1 Altstadt/Lehel
Heye Group
Wöhr + Bauer
Münchner Bank
Radspieler
Kaut-Bullinger
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Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786
Kultur
„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia
Beginn 19:00Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr
In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil. In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »
Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786
Kultur
Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr
Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786
Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
