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10. Mai 2013
Gedenken an den 10. Mai 1938 – 80. Jahrestag der Bücherverbrennung
Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten in Berlin Zehntausende Bücher. Auch in vielen anderen Städten kam es zu Bücherverbrennungen. Die Bände stammten von Autorinnen und Autoren, die jüdischer Herkunft waren oder dem Nationalsozialismus kritisch gegenüberstanden.
Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fanden im Rahmen der so genannten „Aktion wider den undeutschen Geist“ in ganz Deutschland organisierte Bücherverbrennungen statt. Romane von Autoren wie Erich Kästner, Anna Seghers, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr oder Erich Maria Remarque wurden ebenso vernichtet wie wissenschaftliche Werke.
93 Bücherverbrennungen in 70 Städten
Die Bücherverbrennung auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin war die größte Aktion dieser Art in Deutschland. Etwa 5.000 Studenten bildeten damals einen Fackelzug, den 80.000 Menschen begleiteten.
Insgesamt 93 öffentlichen Verbrennungen fanden in der Zeit von März bis Oktober 1933 in 70 Städten statt. In der Folge dieser Ereignisse wurden zahlreiche Autoren und andere Künstler verfolgt sowie mit Arbeits- und Publikationsverbot belegt. Einige von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet. Anderen gelang die Flucht ins Exil.
BILD veröffentlicht „Die Bibliothek der verbotenen Bücher“
Anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung am 10. Mai 2013 präsentiert BILD in Zusammenarbeit mit der Kampagne der deutschen Buchbranche „Vorsicht Buch!“ die zehnbändige Sonderedition „Bibliothek der verbotenen Bücher“. Die ausgewählten Werke von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Egon Erwin Kisch, Heinrich Mann, Gustav Meyrink, Erich Maria Remarque, Joseph Roth und Kurt Tucholsky und Stefan Zweig geben einen Einblick in das literarische Schaffen dieser geächteten Schriftsteller, deren Werke im Mai 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt wurden.
Mit der ‚Bibliothek der verbotenen Bücher‘ soll daran erinnert werden, dass der Geist und die Werke dieser großen Autoren stärker waren als die Willkür der nationalsozialistischen Diktatur. Gleichzeitig soll diese Edition auch eine Mahnung dafür sein, dass die Freiheit von Sprache und Literatur keine Selbstverständlichkeit ist und immer wieder auf das Neue verteidigt werden muss.
Übersicht der Titel:
- Bertolt Brecht: Hauspostille und Songs der Dreigroschenoper
- Lion Feuchtwanger: Jud Süß
- Erich Kästner: Fabian
- Egon Erwin Kisch: Paradies Amerika
- Heinrich Mann: Der Untertan
- Gustav Meyrink: Der Golem
- Erich Maria Remarque: Der Weg zurück
- Joseph Roth: Hiob
- Kurt Tucholsky: Deutschland, Deutschland über alles
- Stefan Zweig: Verwirrung der Gefühle
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 05.03.2026 | 16. Adar 5786
Kultur
»Wie rettet man das Tote Meer?«
Vorstellung eines Dokumentarfilmprojekts und Vortrag im Rahmen der 17. Jüdischen Filmtage
Initiatoren: Florentinfilm, Herzliya / Israel
Das Tote Meer stirbt. Es verliert anderthalb Meter pro Jahr. Der Wasserspiegel sinkt, die Strände verschwinden, Erdfälle öffnen sich. Wenn das so weitergeht, ist es in 30 Jahren verschwunden.
Der in Entstehung befindliche Film will die Geschichte dieses Binnenmeeres aus der Perspektive von drei Personen erzählen: Mosche Bernstein, einem orthodoxen jungen Mann, der statt in der Jeschiwa zu lernen, mit seiner Kamera die Salzschichten, Rückzugslinien, sich ändernden Farben, dokumentiert; Oded Rahav, Umweltaktivist , Extremsportler und Gründer der Initiative Dead Sea Guardians; Jackie ben Zaken, ehem. Marine-Soldat, der dort seine innere Ruhe wiederfand und nun Bewußtseins-Touren leitet, mit Blick auf die sich ändernden Landschaften und seltene geologische Phänomene, die das zurückweichende Wasser freigibt.
Präsentation des Film-Teasers zur in Vorbereitung befindlichen Film-Dokumentation mit den Filmemachern Harel Yana und Mordechai Malka
»Last chance to save the Dead Sea«
Vortrag des Umweltaktivisten Oded Rahav
in engl. Sprache mit Powerpoint-Präsentation
Moderation: Emanuel Rotstein
Eintritt frei.
Anmeldung erbeten unter karten@ikg-m.de oder (089) 202 400 4i91
Veranstalter: Kulturzentrum der IKG München & Oberbayern mit freundlicher Unterstützung von florentinfilm
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18
Di. 10.03.2026 | 21. Adar 5786
Kultur
„Lieber Gott als nochmals Jesus“ – eine humoristische Beichte mit Ilja Richter
Beginn 19:00Buchpräsentation
Dienstag, 10. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Ilja Richter nimmt seine Zuhörerschaft mit auf (s)eine Suche nach religiöser Heimat und Zugehörigkeit. Dabei umkreist er das Thema Judentum / Christentum in bitter-komischen Geschichten, pointierten Glossen, mit Fakten und Zitaten – und Musik. Damit eröffnet er seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Blick in die Welt des Glaubens.
Ilja Richter, 1952 in Ost-Berlin geboren, ist das Kind einer jüdischen Mutter und eines nichtjüdischen Vaters, der als Kommunist 9 ½ Jahre in Zuchthaus und KZ verbrachte. Er gehört zu den vielseitigsten Künstlern in jeder nur denkbaren Sparte: als Schauspieler, Synchron- und Hörfunksprecher, Sänger, Autor, Theater- und Musical-Regisseur und -Darsteller. Frühe Berühmtheit erlangte er als jüngster TV-Moderator mit der Sendung »Disco« im ZDF. Weiterlesen »
Do. 12.03.2026 | 23. Adar 5786
Kultur
Ephraim Kishon. Ein Leben für den Humor
Beginn 19:00Ein Abend mit der Biographin Silja Behre
Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Teil der Woche der Brüderlichkeit
Seit den 1960er-Jahren führten Ephraim Kishons Bücher immer wieder die Bestseller-Listen an, wurden teilweise auch verfilm, inklusive zwei Oscar-Nominierungen. Wie kam es dazu, dass der aus Budapest stammende Israeli Ephraim Kishon (1924-2005) mit seinen Humoresken gerade beim deutschen Publikum seinen größten Erfolg hatte? Ausgehend von Kishons eigenen Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen und Weggefährten sowie Presseberichten und Archivmaterial beschreibt die Biographin Silja Behre seine Erfolgsgeschichte im Spannungsfeld von Literatur, Humor und Politik. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
