Pressemitteilung
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29. August 2012
Antisemitische Attacke in Berlin: Knobloch verurteilt Überfall auf Rabbiner
„Dieser brutale Übergriff ist entsetzlich. Der offen gezeigte Hass der Täter schockiert mich und erfüllt mich mit großer Sorge. Nach dem schrecklichen Anschlag in Toulouse zeigt nun spätestens dieser Angriff: Auch in Deutschland ist nicht nur der verbale sondern auch der gewaltsame Antisemitismus wieder ein ernstes gesellschaftliches Problem.“
Mit diesen Worten hat Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses (WJC) auf die Meldung reagiert, wonach in Berlin ein Rabbiner auf offener Straße und vor den Augen seiner kleinen Tochter von Jugendlichen verprügelt und beleidigt worden ist.
Knobloch weiter: „Die ausgeprägte Menschenverachtung der jungen Täter, die sich in diesem Vorgehen offenbart, ist alarmierend. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf seitens der Politik und des Bildungssystems. Mein tiefes Mitgefühl gilt dem Opfer, seiner Familie und der jüdischen Gemeinschaft in Berlin. Ich hoffe, dass sich der Rabbiner bald von seinen körperlichen Verletzungen erholen wird. Die seelischen Wunden einer solchen Tat werden wohl bleiben.“
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786
Kultur
„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.
Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.
Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »
Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786
Kultur
„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)
Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
