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21. August 2012
Koblenz: Anklage im Neonazi-Prozess verlesen
Erschienen auf swr Online. Im Koblenzer Neonazi-Prozess ist erst heute die mehrere hundert Seiten lange Anklageschrift verlesen worden. Gestern zum Prozessauftakt war das Verfahren nach mehreren Befangenheitsanträgen der Verteidiger unterbrochen worden.
In der Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft den 26 Angeklagten vor, sie hätten einen Staat nach nationalsozialistischem Vorbild angestrebt.“Das Ziel war die Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“, sagte Oberstaatsanwalt Walter Schmengler.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass mehrere Angeklagte an Gewalttaten gegen Mitglieder der linken Szene beteiligt gewesen sind. Außerdem sollen die Angeklagten systematisch Linke ausspioniert haben, um – laut Staatsanwaltschaft – ein „Klima der Angst“ zu schüren. Einige sollen unter anderem Hakenkreuze auf Häuserwände gesprüht und an einem unangemeldeten Aufmarsch mit Fackeln in Düsseldorf teilgenommen haben.
In dem Mammutprozess vor dem Landgericht Koblenz sind 26 Männer im Alter zwischen 19 und 54 Jahren angeklagt. Sie sollen Mitglieder oder Unterstützer des „Aktionsbüros Mittelrhein“ sein. Die Vereinigung hatte ihre Zentrale bis März im sogenannten Braunen Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für den Prozess sind bislang zehn Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.
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Kultur
Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Beginn 17:00Buchvorstellung und Gespräch
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr
Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom
Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.
Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
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