Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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30. Mai 2012

Vier Bedrohungen: Gefahren für Israels Sicherheit im 21. Jahrhundert

Offizieller Blog der Botschaft des Staates Israel in Berlin/Büro des Ministerpräsidenten, 29.5.2012. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu den Gefahren für Israels Sicherheit im 21. JahrhundertAuszüge aus der Eröffnungsrede auf der Konferenz des Instituts für Studien zur Nationalen Sicherheit am 29. Mai 2012 in Tel Aviv: „Ich möchte über die Ziele des Friedens sprechen, wie sie zu erreichen sind und vor allem darüber, wie sie aufrecht zu erhalten sind.

Netanyahu bei seiner Rede. Foto: GPO

Netanyahu bei seiner Rede. Foto: GPO

Ein Friedensabkommen mit den Palästinensern ist das Allerwichtigste, um einen bi-nationalen Staat zu verhindern. Es ist vorzuziehen, in Frieden zu leben. Frieden ist nicht nur besser, sondern wir müssen auch einen bi-nationalen Staat verhindern und die Zukunft Israels als jüdischen und demokratischen Staat stärken. (…)

Es existieren vier Bedrohungen, die den israelischen Staat derzeit herausfordern und ihn sowie den Frieden bedrohen. Wir sind darauf vorbereitet, jede einzelne zu beantworten. Es gibt auch noch eine fünfte Bedrohung, die ich später besprechen werde.

Die vier Bedrohungen sind die nukleare Bedrohung, Bedrohung durch Raketen, Cyber-Angriffe und riesige Waffenarsenale, die in unserer Region angehäuft werden.

Hinsichtlich der nuklearen Bedrohung lassen Sie mich etwas zu den Gesprächen der Supermächte mit dem Iran sagen. Nicht nur müssen die Sanktionen verschärft werden, die Forderungen an den Iran, aufgrund derer die Sanktionen verhängt wurden, müssen verstärkt werden und auf die Erfüllung dieser Forderung in vollem Umfang muss bestanden werden. Iran muss die Nuklearanreicherung vollständig einstellen, alles nukleare Material aus seinem Territorium entfernen und alle unterirdischen Anreicherungsanlagen in Qom abbauen. (…)

Hinsichtlich der Raketenbedrohung muss ich sagen, dass, als unsere Feinde festgestellt haben, dass sie uns nicht auf dem militärischen Schlachtfeld schlagen können, sie begannen, unsere Städte und Gemeinden mit Raketen und Granaten zu beschießen. Kein anderes Land der Welt ist so sehr durch Raketen bedroht wie Israel, und kein anderes Land hat ein so fortschrittliches Abwehrsystem wie Israel. (…)

Die dritte Bedrohung, die Cyber-Angriffe, beeinträchtigen auch die beiden ersten Bedrohungen. Die Fähigkeiten, die wir entwickeln, erhöhen die Verteidigungsfähigkeit des Staates. Im Cyber-Bereich spielt die Größe eines Landes keine Rolle, doch ist die wissenschaftliche Macht von großer Bedeutung, und in jener Hinsicht ist Israel gesegnet. Wir investieren große Ressourcen – menschliche und monetäre gleichermaßen – und ich erwarte, dass diese Investitionen noch wachsen werden.

Die nukleare, Raketen- und Cyber-Bedrohungen sind relativ neu, auf die wir uns vorbereiten, doch gibt es noch eine vierte – eine alte Bedrohung, die den Veteranen unter uns, die in der IDF und innerhalb unseres Verteidigungsapparates gedient haben, bekannt ist und das sind die riesigen Waffenarsenale, die in der Region angehäuft werden.

Wir können nicht vollständig ausschließen, dass jene Waffen, die heute an andere Länder der Region geliefert werden, morgen nicht gegen uns gerichtet sein werden. Wir können nicht ausschließen, dass extremistische Kräfte Regime übernehmen, die heute noch keine Gefahr für uns darstellen, und dass diese Kräfte die Waffen, die sie vorfinden werden, nicht gegen uns verwenden werden. (…). Deshalb muss die Aufrechterhaltung Israels qualitativen Vorteils eine zentrale Komponente innerhalb der nationalen Sicherheit darstellen. (…)

Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es eine fünfte Gefahr, die die Zukunft Israels als jüdischen und demokratischen Staat gefährden kann. Diese Gefahr stellt die Überquerung unserer Grenzen durch illegale Einwanderer auf der Suche nach Arbeit dar. (…)Daher haben wir fast ein Jahr nach der Regierungsbildung beschlossen, den Zaun zu bauen, Gelder dafür bereit zu stellen und ihn vom Gazastreifen bis nach Eilat fertig zu stellen. (…)

Meine Freunde, ich danke Ihnen für diese Gelegenheit, Ihnen die Prinzipien vorzustellen, die mir den Weg zeigen, die Existenz und die Zukunft des Staates Israel sicher und friedvoll zu sichern.“

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Aktuelle Veranstaltungen


Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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Mi. 21.10.2026 | 10. Cheschwan 5787

Kultur

Filmvorführung „Noga“

Beginn 19:00

Filmvorführung
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr

Ein Film von Jono & Benji Bergmann mit Noga Erez und Ori Rousso
Produktion: Babka Film in Koproduktion u.a. mit Sperl Film + Fernsehproduktion
Österreich/ Deutschland/ Israel 2026, 96 Min.
Originalsprache: Hebräisch, Englisch, mit deutschen Untertiteln

Die israelische Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso auf dem Weg zum internationalen Durchbruch. Zwischen ausverkauften Konzertsälen mit provokanten Hits wie »End of the Road«, politischer Zuspitzung und persönlichen Spannungen, kämpft sie darum, weiterhin gehört, vor allem aber verstanden zu werden – in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Weiterlesen »

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