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2. April 2012
Spiegel Online: Tel Avivs Kultviertel Neve Tzedek – Oase zwischen Wolkenkratzern
Aus Tel Aviv berichtet Julia Stanek für Spiegel Online, 2.4.2012. Neve Tzedek in Tel Aviv: Kultviertel mit Herz. Modeläden, Szene-Cafés, Boutiquehotels: Das Viertel Neve Tzedek in Tel Aviv ist ein urbanes Idyll, das von Touristen überrannt wird. Doch wer an den richtigen Türen klopft, darf in die Welt der Einheimischen eintauchen.
Wenn Amnon Nissim in Stimmung ist, beschallt er sein Viertel mit den Beatles, Beethoven – oder Dieter Bohlens größten Hits. Er öffnet die Fenster und schickt die Musik in die Straßen von Neve Tzedek. Der Achtziger-Song „Cheri Cheri Lady“ dröhnt an diesem Frühlingstag aus den Lautsprechern seiner Musikanlage, Synthesizer-Fanfaren fliehen aus dem Fenster.
Es sind Töne, die aus der Zeit gefallen sind. Doch was Trend ist und was nicht, ist dem 67-Jährigen egal. Auch die jungen Leute auf der Shabazi Street scheint es nicht zu stören, wenn Amnon den Nachbarschafts-DJ spielt. „Jeder hier kennt mich“, sagt der Rentner mit dem Ghandi-Gesicht, „und jeder liebt mich.“
Vor allem liebt jeder Neve Tzedek. Wie eine Puppenstube wirkt Tel Avivs winziger Gründungsstadtteil, in dem 125 Jahre alte Häuser die schmalen Straßen säumen. Sträucher überwuchern verrottete Mauern, Kaffee duftet aus einer Bäckerei, eine Katze springt von einem mit Blumen dekorierten Sims. Neve Tzedek ist das Großstadtidyll, in das man sich als Tel-Aviv-Besucher einfach verlieben muss.
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 13.05.2026 | 26. Ijar 5786
Kultur
„Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ von und mit der Autorin Yael Neeman
Beginn 19:00Buchpräsentation und Gespräch
Mittwoch, 13. Mai 2026, 19 Uhr
Im jungen Berliner Verlag Altneuland erschien 2025 ein hebräischer Klassiker in deutscher Übersetzung, der die Geschichte der Kibbuz-Bewegung exemplarisch beschreibt.
Yael Neeman wurde 1960 in einem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründet hatten. In »Wir waren die Zukunft« öffnet Neeman Einblicke in das kollektivistische Lebenskonzept ihrer Kindheit und Jugend sowie in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Es entsteht damit ein Porträt dieses Sozialexperiments, mit dessen Hilfe in Israel an einer neuen, utopischen jüdischen Gesellschaft jenseits von Pogromen und Diaspora gearbeitet wurde und wo es heute steht.
Das Gespräch mit Yael Neeman führt ihre Übersetzerin Lucia Engelbrecht. Weiterlesen »
Mi. 20.05.2026 | 4. Siwan 5786
Kultur
„Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ von und mit dem Autor Nicholas Potter
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr
Moderation: Shahrzad Eden Osterer (BR)
Mit seinen Recherchen und Reportagen richtet Nicholas Potter, Journalist und »taz«-Redakteur, einen eindringlichen Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus‘ wachsam und mutig zu sein. Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und Subkulturen ist insbesondere nach dem 7. Oktober 2023 eine Radikalisierung am Werke, die andere Meinungen verbal und ihre Vertreter körperlich attackiert. Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken, ihrer Netzwerke und Ideologie. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
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80331 München
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