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27. März 2012

Schweigemärsche in Frankreich für Opfer des Toulouse-Attentäters

ikg-wien.at, APA/AFP/dpa, 26.3.2012. Mit mehreren Schweigemärschen in ganz Frankreich haben am 25. März 2012 hunderte Menschen den Opfern des Attentäters von Toulouse gedacht. Die Demonstration in Paris stand unter dem Motto „Die Republik gegen Rassismus, Antisemitismus und islamischen Fundamentalismus“ und wurde von Nichtregierungsorganisationen (NGO) organisiert. Die jüdische Gemeinde in Toulouse versammelte sich vor der Schule, vor der der Serienattentäter Mohamed Merah am 15. März drei Kinder und einen Rabbiner ermordete.

Im nordfranzösischen Rouen hielten die meist in Weiß gekleideten Menschen ein großes Spruchband mit den Namen aller insgesamt sieben Opfer Merahs und dem Satz „Wir werden es niemals vergessen“ in die Höhe. In Straßburg fanden sich am Sonntag zu Ehren der Opfer rund 300 Menschen vor der Synagoge des Friedens ein.

In Lyon fanden sich rund 200 Personen vor dem Rathaus ein, dessen Fassade in ein Transparent mit dem Motto der Demonstrationen gehüllt war. Es sei “eine Tragödie, die uns bedrückt und beschäftigt”, sagte der Bürgermeister von Lyon, Gerard Collomb, und fügte hinzu: „Wie kann eine Gesellschaft wie unsere ein so gefühlskaltes Monster hervorbringen?“

Unterdessen teilte die Polizei mit, dass Merah seine von den Bluttaten gedrehten Videos ins Internet stellen wollte. Der Täter habe seine Angriffe teilweise oder komplett gefilmt und Vorbereitungen getroffen, um sie online zu stellen. Der Polizei wollte er sich mit den Filmen zu seinen Taten bekennen.

Mohamed Merah und sein Bruder Abdelkader sollen in Toulouse einer Salafistengemeinde angehört haben. Die deutschen Salafisten distanzierten sich einem Bericht von Welt Online zufolge von den Taten. „Wir verurteilen die kürzlich begangenen Anschläge auf unschuldige Menschen aufs Schärfste“ zitierte das Portal aus einem Schreiben des Sprechers des deutschen Konvertiten Pierre Vogel.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani

Beginn 17:00 Uhr:

Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)

Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.

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So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786

Kultur

Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«

Beginn 10:00 Uhr:

»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht

Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)


»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«

mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.

»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.

Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr

»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de

Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/

Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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