Pressemitteilung
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19. März 2012
Schießerei vor einer jüdischen Schule in Toulous – Knobloch erschüttert über „entsetzliches Verbrechen“
Ein Unbekannter hat am 19.3.2012 vor einer jüdischen Schule in der südfranzösischen Stadt Toulouse mehrere Menschen getötet oder verletzt. In einer ersten Reaktion sagte Charlotte Knobloch: „Ich bin zutiefst erschüttert und entsetzt. Dieser Angriff auf arglose Kinder ist abscheulich und zeugt von größter Unmenschlichkeit. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer dieses heimtückischen Verbrechens.“
Knobloch: „Ich erwarte eine lückenlose Aufklärung. Sollte sich ein rassistischer, antisemitischer oder in welcher Form auch immer rechtsextremistischer Hintergrund dieser Tat bewahrheiten, wäre das ein neuer tragischer Höhepunkt menschenverachtender Exzesse in Europa. In Deutschland ist das Thema Rechtsextremismus seit den jüngsten Enthüllungen neonazistischer Terrortaten wieder stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Es ist an der Zeit, dieses Thema in ganz Europa – zumindest in der Europäischen Union – wieder stärker und nachhaltiger zu diskutieren. Das stünde nicht nur den französischen Wahlkämpfern gut zu Gesicht, sondern wäre für die politische Kultur in der gesamten EU ein wichtiges Signal der Ehrlichkeit und der Verantwortung für ein liberales und friedliches Gemeinwesen.
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786
Kultur
Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“
Beginn 19:00Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)
Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.
Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »
So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786
Kultur
Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Beginn 17:00Buchvorstellung und Gespräch
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr
Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom
Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.
Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
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