Pressemitteilung
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18. März 2012
Knobloch gratuliert Gauck – Bundespräsident soll Interessen der jüdischen Gemeinschaft thematisieren
Charlotte Knobloch gratuliert Dr. h.c. Joachim Gauck zu seiner Wahl zum neuen Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Knobloch: „Ich freue mich von Herzen über dieses klare und weitgehend parteiübergreifende Ergebnis. Ich schätze Joachim Gauck sehr und habe höchsten Respekt und höchste Anerkennung für ihn. Ich bin sicher, dass er das Staatsoberhaupt sein wird, das Deutschland jetzt braucht – ein Bürgerpräsident, in dem sich jedes Mitglied unserer Gesellschaft wiederfinden kann.“
Knobloch verbindet ihre Gratulation mit der Hoffung, dass der bisherige Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ die Interessen und Sorgen der jüdischen Gemeinschaft auch in seinem neuen Amt nachhaltig in den Fokus seines Wirkens und der öffentlichen Diskussion rücken wird. Knobloch: „Ich gehe davon aus, dass Gauck, der das Thema Freiheit, gerade auch im Sinne von Freiheit zu Verantwortung, ins Zentrum seiner politischen Strahlkraft stellt, die Bekämpfung des bis in die breite Mitte der Gesellschaft reichenden Antisemitismus und Antizionismus ganz oben auf seine Agenda schreibt. Ich erwarte, dass er im höchsten Staatsamt darüber wachen wird, dass die Gefahren für unsere liberale Gesellschaft durch Rechtsextremismus und Islamismus nicht unterschätzt werden. Ferner bin ich sicher, dass er die immer offener und ungenierter auch von manchen Mitgliedern der politischen Eliten geäußerten einseitigen, pauschalen und unreflektierten Verurteilungen des Staates Israel nicht unwidersprochen lassen wird.
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Aktuelle Veranstaltungen
Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786
Kultur
Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“
Beginn 19:00Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)
Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.
Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »
So. 08.02.2026 | 21. Schwat 5786
Kultur
Buchpremiere „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“
Beginn 17:00Buchvorstellung und Gespräch
Sonntag, 8. Februar 2026, 17 Uhr
Grußwort: Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Autorengespräch: Prof. Dr. C. Bernd Sucher, Vorstandsvorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde München Beth Shalom
Ausschnitte aus dem Buch liest Armand Presser.
Ausgehend von den Erzählungen seiner Eltern, Überlebenden von Theresienstadt und Auschwitz, und basierend auf umfassenden Recherchen hat Jan Mühlstein seine Familienchronik „Die Mühlsteins. Eine jüdisch-böhmische Geschichte“ verfasst. Er schildert den Wandel der jüdischen Lebenswelten in Böhmen, der mit den Reformen des Kaisers Josef II. im ausgehenden 18. Jahrhundert beginnt und entlang der Bruchlinien der „Konfliktgemeinschaft“ verläuft, die Tschechen und Deutschböhmen bilden. Nachgezeichnet wird so eine erfolgreiche Emanzipation der böhmischen Juden, die mit der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden und ihrem wirtschaftlichen Erfolg in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit ihre Vollendung erreicht und einen schrecklichen Rückfall – aber nicht ihr Ende – in der Schoa findet. Die Familiengeschichte lässt sich aber auch als eine Warnung lesen, die Wirkmächtigkeit des scheinbar zu einer Randerscheinung geschrumpften Antisemitismus nicht zu unterschätzen. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
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