Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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1. März 2012

Das Doha-Abkommen zwischen Fatah und Hamas – ein Hindernis für den Frieden

Außenministerium des Staates Israel, 1.3.2012. Am 6. Februar haben die Terrororganisation Hamas und die Partei Fatah, die auch führende Fraktion der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist, in Doha ein Abkommen unterzeichnet, das die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung beschließt. Laut dieses Abkommens soll der Präsident der PA und Fatah-Vorsitzende Mahmud Abbas der gemeinsamen Regierung vorsitzen und somit den derzeitigen vom Westen unterstützten Ministerpräsidenten Salam Fayyad ersetzen.

Diese Vereinbarung ist ein weiterer Schritt des sogenannten Versöhnungs-Abkommens, das die beiden Gruppierungen im Mai vergangenen Jahres in Kairo unterzeichnet haben.

Die Hamas ist eine Terrororganisation, die vom Iran finanziert und unterstützt wird und deren erklärtes Ziel die Zerstörung Israels ist. In der Präambel zu ihrer Charta schreibt die Hamas: „Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat.“ Und auch die Mittel zur Auslöschung sind in der Charta dargelegt: „Für das Palästina-Problem gibt es keine andere Lösung als den Jihad. Friedensinitiativen sind reine Zeitverschwendung, eine sinnlose Bemühung.“

Hamas beschränkt sich nicht auf Hetze

Doch die Aktionen der Hamas bleiben nicht auf Hetze beschränkt: Die Hamas ist verantwortlich für Selbstmordanschläge, Raketenbeschuss und Schuss-Attacken auf israelische Zivilisten, insbesondere nach dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen 2005. Nach blutigen Kämpfen übernahm die Hamas 2007 die volle Kontrolle über den Gazastreifen und verwandelte ihn in radikal-islamistisches Territorium, von dem aus regelmäßig Raketen- und Mörserangriffe auf Israel gestartet werden. Die Terrororganisation hat bis jetzt mehrere hundert israelische Zivilisten getötet und rüstet weiter auf, um in Zukunft noch effektiver und tödlicher gegen Israel vorgehen zu können.

Große Teile der internationalen Gemeinschaft haben die Hamas als Terrororganisation eingestuft, darunter auch die EU, die USA, Australien, Kanada, Großbritannien und Japan. Das Nahostquartett hat drei Bedingungen an alle künftigen palästinensischen Regierungen gestellt: Die bedingungslose Abkehr von Gewalt und Terrorismus, die Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Anerkennung aller bisher zwischen den Palästinensern und Israel unterzeichneten Abkommen. Die Hamas hat keine der drei Bedingungen erfüllt und zeigt keinerlei Bereitschaft, dies jemals zu tun.

Einheit besser für „Konfrontation mit dem Feind“

Die Versöhnung zwischen Hamas und Fatah hätte bedeuten können, dass die Hamas sich der Linie der Fatah annähert und jetzt bereit ist, mit Israel zu verhandeln. Jedoch hat der Vorsitzende der politischen Abteilung der Hamas, Khaled Mashal, seine Ziele nach der Unterzeichnung des Abkommens klargemacht: Das Abkommen schaffe eine größere Einheit, die besser sei, für die „Konfrontation mit dem Feind“, so Mashal, bezugnehmend auf Israel. Es scheint vielmehr, als werde sich die Fatah jetzt hinter die extremistischen Ansichten der Hamas stellen.

Angesichts des erklärten Ziels der Hamas, Israel zu zerstören, ihrer ständigen Terroranschläge und ihrer Weigerung, die Bedingungen des Nahostquartetts anzunehmen, steht die Palästinensische Autonomiebehörde vor einer wichtigen Entscheidung: ein Friedensverhandlungen mit Israel oder die Versöhnung mit der Hamas? PA-Präsident Mahmud Abbas kann nicht beides haben, er muss sich entweder für ein Abkommen mit der Terrororganisation oder den Frieden mit Israel entscheiden. Sollte er das Doha-Abkommen umsetzen und sich mit den Feinden des Friedens zusammentun, würde die PA den Pfad der Versöhnung mit Israel verlassen.

Israel hofft auf PA-Entscheidung für den Frieden

Israel hofft, dass die PA sich für den Frieden entscheidet. In den vergangenen Wochen haben Israel und andere Akteure der internationalen Gemeinschaft sich intensiv darum bemüht, den Friedensprozess erneut zu starten. Es wäre ein furchtbarer Rückschritt, wenn die PA sich mit einer Terrororganisation verbünden und den Verhandlungen endgültig fernbleiben würde, da diese der einzige Weg zu einem dauerhaften und stabilen Frieden sind, nach dem sich Israel sehnt.

Die internationale Gemeinschaft kann eine entscheidende Rolle in der Förderung des Friedens spielen. Sie muss auf den drei Bedingungen des Nahost-Quartetts bestehen. Wenn sie der Palästinensischen Autonomiebehörde erklärt, dass Terrororganisationen keine Partner für diejenigen sein können, die Frieden wollen, macht sie der PA klar, dass Terrorismus weder toleriert noch belohnt wird.

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September 2026 | Elul-Tischri | « »

Aktuelle Veranstaltungen


Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787

Kultur

»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer

Beginn 19:00 Uhr:

Moderation: Ellen Presser

Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.

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Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787

Kultur

Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen

Beginn 20:30 Uhr:

Beitrag der IKG München und Oberbayern

Auf einen Blick:

Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser

Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)

Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.

Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska

Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München

Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.

Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.

Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de

So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787

Kultur

»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre

Beginn 17:00 Uhr:

Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens

Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.

Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de

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