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28. Februar 2012

84. Oscar-Verleihung: Irans Staats-TV feiert „Sieg über Israel“

APA/sda, 28.2.2012. Das iranische Staatsfernsehen hat die Wahl des heimischen Films „Nader und Simin – Eine Trennung“ zum besten fremdsprachigen Beitrag bei der Oscar-Verleihung als Sieg über Israel gefeiert. Der Film habe den Beitrag des „zionistischen Regimes“ abgehängt, hieß es. Das Fernsehen berichtete am 28.2.2012 in nationalistischen Tönen über den Erfolg des Regisseurs Asghar Farhadi. Der israelische Film „Footnote“ war in derselben Kategorie für einen Oscar nominiert.

Bei der Oscar-Zeremonie in der Nacht zum 28.2. sagte Regisseur Farhadi, er hoffe, der Preis werde die reichhaltige Kultur des Iran hervorheben, die „oftmals unter dem dichten Staub der Politik“ verborgen liege. Farhadi fügte hinzu, der Erfolg seines Films freue einige in der Regierung, andere aber nicht. Die iranische Führung hebt ansonsten sportliche Leistungen und technische Errungenschaften als Quelle des Nationalstolzes hervor. Auf der Website des staatlichen TV-Senders Press TV fanden sich am Montag auch zahlreiche positive Kommentare zum Oscar-Erfolg.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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