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So. 15.11.2015 – Mo. 23.11.2015 | 3. Kislew 5776
Beginn 19:0029. Jüdische Kulturtage München
Eine Veranstaltungsreihe der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. Mit Unterstützung des Bayer. Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
Infos: Tel. 089/22 12 53, Fax 089/228 93 99. E-Mail: juedischekulturmuenchen@t-online.de. www.juedischekulturmuenchen.de
Das ganze Programm als Download finden Sie HIER.
Eröffnungskonzert
So 15.11. 19.00 Uhr Gasteig, Carl-Orff-Saal
David Krakauer, USA:„The Big Picture“
Der Grammy-nominierte Klarinettist und Visionär David Krakauer präsentiert, begleitet von seiner Band, eine neue, einzigartige Multi-Media-Show „The Big
Picture“, die schon bei einer Vorführung im New Yorker „Museum of Jewish Heritage“ großen Beifall fand. Das Programm enthält Musik aus bekannten Kinofilmen, wie „Cabaret“, „Fiddler on the Roof “, „Das Leben ist schön“, ausschließlich mit jüdischem Bezug, die Krakauer in Beziehung setzt zu seiner eigenen Biografie. All diese Filme sind auch seine Geschichte und die seiner Familie, aus Sicht eines jüdischen Amerikaners des Jahrgangs 1956.
Eintritt: € 19,–/24,–/ 29,– zzgl. Sys. + VVK-Gebühr
Mo 16.11. 19.00 Uhr Gasteig, Black Box
„Nach Norden“
Dokumentarfilm – Deutschlandpremiere
CZ 2015, Regie: Nataša Dudinská und Judita Matyášová, OmU
Eine Gruppe tschechisch-jüdischer Teenager begab sich im Jahr 1939 auf der Flucht vor den Nazis nach Norden. Sie reisten ohne Familie in die Fremde und waren nur auf sich allein gestellt. Sie verbrachten vier Jahre in Dänemark, weit genug weg von den Schrecken des Krieges. Dank dänischer Familien und der Liga für Frieden und Freiheit konnten sie gerettet werden und ein neues Leben beginnen. Nach 70 Jahren erzählen sie nun ihre Geschichten. Der Dokumentarfilm stellt vier dieser Zeitzeugen und ihre Pflegefamilien in Dänemark,Schweden und Israel vor.
Im Anschluss Filmgespräch mit der Autorin des Films
Judita Matyášová u. a.
Der Film begleitet die Ausstellung „Sophies Entscheidung – Der tschechische Weg“ im Tschechischen Zentrum München.
In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München
Eintritt: € 7,– zzgl. VVK-Gebühr
Di 17.11. 20.00 Uhr Gasteig, Black Box
Melech Mechaya – Klezmer aus Portugal
Übersetzt heißt Melech Mechaya eigentlich „die Party- Könige“ und diesem Namen wird die Band, die sich 2006 in Lissabon gegründet hat, mehr als gerecht. Mit seiner einzigartigen Bühnenpräsenz präsentiert das quirlige Quintett Klezmermusik gemischt mit portugiesischem Fado, bei der ausgelassenes Feiern und Tanzen ganz im Mittelpunkt stehen.
Eintritt: € 18,– zzgl. VVK-Gebühr
Mi 18.11. 19.00 Uhr Gasteig, Black Box
„Auch Nichtraucher müssen sterben“
Erinnerungen an Friedrich Torberg
den jüdisch-österreichischen Schriftsteller, Theater- und Literaturkritiker, genialen Übersetzer der Satiren von Ephraim Kishon, Verfasser von Romanen, Novellen,Gedichten, Parodien, Feuilletons und Essays, Kabarett-Texten und Anekdotensammlungen wie „Die Tante Jolesch“. Dazu als Wegbegleiter: Marlene Dietrich, Ephraim Kishon, Ferenc Molnar, Leo Perutz u. a. ausgewählt und präsentiert von Peter Machac & Monika Strauch. Das Wiener Schauspieler- & Moderatorenehepaar präsentiert seit vielen Jahren Bühnenprogramme mit Kaffeehausliteratur von Polgar, Kuh, Roda Roda, Kästner, Altenberg, Tucholsky, Kishon etc.
Im Anschluss an die Lesung: Konzert
Yael Deckelbaum, Israel
Die israelische Liedermacherin ist auch bekannt als Mitglied der Band HaBanot Nechama. Die Medien feiern Yael Deckelbaum seit geraumer Zeit als die israelische Joni Mitchell.Bereits mit sechzehn Jahren gewann sie die Auszeichnung als beste Nachwuchs-Singer-Songwriterin Israels. Lassen Sie sich von der charismatischen Sängerin verzaubern.
Eintritt für das Doppelprogramm: € 15,– zzgl. VVK-Gebühr
Do 19.11. 19.30 Uhr Gasteig, Kleiner Konzertsaal
„Zuflucht in der Musik“
Tschechisch-jüdische Komponisten im Zweiten Weltkrieg
Mit ihrem Konzert ehrt das Prager Janaček Trio jüdische Komponisten, die in Konzentrationslagern gefangen waren. Gideon Klein, Pavel Haas und Erwin Schulhoff wurden dort ermordet. Der einzige Überlebende war Petr Eben. Ihren Willen, komponieren und musizieren zu können, ließen sich diese Musiker auch nicht im Konzentrationslager nehmen.
Das Janáček Trio wurde 2001 von der tschechischen Pianistin Markéta Janáčková gegründet. Mit dem Programm der „Theresienstadt-Autoren“ trat das Trio auf der Internationalen Konferenz „October 43“ in Kopenhagen auf.
Irena Herajnova Violine
Jan Keller Violoncello
Marketa Janačkova Klavier
In Kooperation mit dem Tschechischen Zentrum München
Eintritt: € 15,– zzgl. VVK-Gebühr
Sa 21.11. 20.00 Uhr Gasteig, Carl-Orff-Saal
Yemen Blues, Israel
Das fünfköpfige Ensemble spielt live eine mitreißende Musik, die jedes Publikum begeistert. Freuen Sie sich auf ein weiteres Konzerthighlight aus traditionellen jemenitischen Melodien, westafrikanischen Grooves, Blues, Jazz und Funk.
Die Band aus Israel war der World Music Shooting Star des Jahres 2011! Die Musiker könnten verschiedener in ihrer kulturellen Herkunft kaum sein und scheuen sich nicht, unterschiedlichste Instrumente wie z. B. die Oud und die Posaune zu vereinen.
Mit freundlicher Unterstützung des Israelischen Generalkonsulats für Süddeutschland
Eintritt: € 17,–/20,–/25,– zzgl. Sys. + VVK-Gebühr
So 22.11. 16.00 Uhr Gasteig, Black Box
„Die dritte Generation nach der Shoah“
Eine hochinteressante, prominent besetzte Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, inwiefern die dritte Generation noch heute von diesen Ereignissen beeinflusst ist und der Tatsache, dass Folgen in der dritten Generation lange unterschätzt wurden.
Am Podium: Dipl.-Psych. Louis Lewitan, Dr. Jürgen Müller-Hohagen u. a.
Moderation: Richard C. Schneider, BR
Aufzeichnung durch ARD-alpha
Eintritt: € 7,– zzgl. VVK-Gebühr
So 22.11. 18.30 Uhr Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16
Finisssage: „Jukebox. Jewkbox! Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack und Vinyl“
Hanno Loewy legt auf
Die erfolgreiche Ausstellung widmet sich der Geschichte dieses ersten Mediums der Massenunterhaltung des 20. Jahrhunderts und der Geschichte globaler Popkultur.
Am Geschmack des Mainstreams orientiert, gleichzeitig aber auch immer Ausdruck persönlicher Identität, findet sich auf der Schallplatte auch die jüdische Erfahrung des 20. Jahrhunderts verewigt. KuratorHanno Loewy wird Platten auflegen und dazu erzählen.
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum München
Eintritt frei
Mo 23.11. 20.00 Uhr Reithalle, Hesstr. 132
„Shanghai – mehr als ein Konzert“
Orchester Jakobsplatz München
Dirigent: Daniel Grossmann
Ab 1933 flohen ca. 20.000 Juden vor der Verfolgung als Exil letzter Wahl in eine ferne und fremde Kultur nach Shanghai. In mehr als einem Konzert sollen die Lebensumstände und der Alltag dieser Menschen ebenso im Mittelpunkt stehen wie der gegenseitige (künstlerische) Austausch von Flüchtenden und Einheimischen. Mittels Fotoprojektionen und Videointerviews, u.a. mit Michael Blumenthal, Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, wird das Leben der jüdischen Flüchtlinge in Shanghai dem Publikum näher gebracht.
Eine Veranstaltung des Orchesters Jakobsplatz München in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V.
Eintritt: € 26,–/30,–/36,– zzgl. Sys. + VVK-Gebühr
Karten auch im Orchesterbüro (ohne VVK-Gebuhr). Tel. 089-15 90 97 50
Karten: Literaturhandlung im Jüdischen Museum St.-Jakobs-Platz 16, Tel. 089/23 23 07 60 ohne Vorverkaufsgebühr und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen wie München Ticket, Tel. 089/54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de
Zentraler Kartenvorverkauf, Tel. 089/54 50 60 60
SZ Tickets, Tel. 089/ 2183 7300 oder www.sz-tickets.de
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Oktober 2026 | Tischri-Cheschwan
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Aktuelle Veranstaltungen
Mi. 07.10.2026 | 26. Tischri 5787
Kultur
»Sie kamen, um uns zu töten. Mein Leben als Jüdin vor und nach dem 7. Oktober« – Ein Abend mit Dafna Gerstner
Beginn 19:00Buchpräsentation & Gespräch mit der Autorin
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19 Uhr
Lesung: Ulla Wagener
Moderation: Richard Volkmann
Dafna Gerstner stammt aus Israel und lebt seit 2011 in Deutschland. 2023 wurde sie Zeugin des brutalen Massakers der Hamas vom 7. Oktober im Kibbuz Be’eri. Wie durch ein Wunder überlebte sie in einem nicht abschließbaren Schutzraum in der Wohnung ihres Bruders Eitan. Dreißig Menschen von dort, darunter Kleinkinder, wurden nach Gaza verschleppt – nicht alle haben die Geiselhaft überlebt. Es starben insgesamt 102 aus dem Kibbuz Be‘eri, darunter auch Dafnas Bruder Eitan, der als Mitglied der Bereitschaftseinheit das Leben zahlreicher Kibbuz-Mitglieder rettete im für ihn tödlichen Kampf gegen die Terroristen.
In ihrem Buch erzählt die Überlebende Dafna Gerstner vom Leben im Kibbuz vor und nach dem Massaker, aber auch davon, was es heißt zu überleben. Sie berichtet von den traumatischen Folgen des Terrorangriffs – sowohl für sie persönlich als auch für die israelische Gesellschaft. Doch auch die Spaltung der deutschen Gesellschaft hat ihr Leben als Jüdin in Deutschland verändert.
Sa. 17.10.2026 | 6. Cheschwan 5787
Kultur
Zum 27. Mal: »Die lange Nacht der Münchner Museen
Beginn 20:30 Uhr:Beitrag der IKG München und Oberbayern
Auf einen Blick:
Vorträge (je 30 Min.)
20:30 Uhr Dinah Zenker
22:00 Uhr Ellen Presser
Konzerte des Synagogenchors »Schma Kaulenu«
unter Leitung von David Rees
21:15 Uhr und 22:30 Uhr (ca. 30 Min.)
Eine Synagoge, wörtlich Ort der Zusammenkunft (zum Gebet), ist von zentraler Bedeutung für jüdisches Leben. Der Vortrag erläutert, woher der Name »Ohel Jakob kommt, ferner architektonische Besonderheiten und die Rolle der Musik.
Musikalische Begleitung: Luisa Pertsovska
Veranstaltungsort: Synagoge »Ohel Jakob«, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Das Restaurant Einstein im Jüdischen Gemeindezentrum bietet koschere Köstlichkeiten.
Das Ticket kostet 20 Euro und berechtigt zum Eintritt in über 100 beteiligte Häuser.
Weitere Informationen unter www.muenchner.de und www.ikg-m.de
So. 18.10.2026 | 7. Cheschwan 5787
Kultur
»Shvayg Mayn Harts«. Jiddische Lieder aus der goldenen Ära des New Yorker Yiddish Theatre
Beginn 17:00 Uhr:
Sasha Lurje & Roman Grinberg – Gesang
Shvayg Mayn Harts Orchestra
Dirigent: Michael Alexander Willens
Mit „Shvayg Mayn Harts“ erfüllt sich Michael Alexander Willens einen lang gehegten persönlichen Traum: die Musik seiner beiden Großväter Alexander Olshanetsky und
Herman Yablokoff wieder auf die Bühne zu bringen. Beide gehörten zu den prägenden Persönlichkeiten des jiddischen Theaters in New York.
Als Komponisten, Sänger und Bühnenstars schufen sie Lieder, die weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus bekannt wurden und bis heute zum Schatz des jiddischen Musiktheaters zählen. Werke wie „Papirosn“, „Mayn Shtetele Belz“, „Hopkele“ oder „Ikh hob dikh tsufil lib“ erzählen von Liebe und Sehnsucht, von Heimweh und Hoffnung, von den Erinnerungen an die alte Heimat und vom Traum eines neuen Lebens in Amerika.
Gemeinsam mit dem eigens gegründeten „Shvayg Mayn Harts Orchestra“ lässt Michael Alexander Willens diese musikalische Welt neu aufleben. Mit Sasha Lurje und Roman Grinberg, der auch für die Orchesterarrangements verantwortlich zeichnet, stehen zwei der führenden Stimmen der internationalen jiddischen Musikszene auf der Bühne. Sie führen durch ein Programm voller Emotionen, Humor und Lebensfreude und schlagen eine Brücke von den Anfängen des jiddischen Theaters in Osteuropa bis zu seiner Blütezeit in New York.
Voranmeldung erforderlich möglichst bis 7. Oktober unter: festkonzert@ikg-m.de
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
