Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen Literaturhandlung

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Mi. 18.07.2012 | 28. Tamusz 5772

Beginn 19:00

Yfaat Weiss: Haifas enteignete Erinnerung – Wadi Salib

Mit dem Armenviertel Wadi Salib beschreibt Yfaat Weiss die wechselvolle Geschichte dieses ehemals arabischen Stadtteils in Haifa.

Nach dem Krieg von 1948 wurden dort mittellose Einwanderer aus Europa und Nordafrika untergebracht. 1959 kam es dann zu gewalttätigen Sozialprotesten der marokkanisch-jüdischen Bewohner. In ihrem neuen Buch erzählt Yfaat Weiss die tragische Geschichte von nach Haifa gelangenden jüdischen Flüchtlingen und von seinen ursprünglichen arabischen Bewohnern, die damals zu Flüchtlingen gemacht wurden.

Die Verknüpfung beider Geschichten, symbolisiert durch die Jahreszahlen 1948 und 1959, machen Wadi Salib zu einer israelischen Gedächtnisikone: Es geht um mehr als ein Stadtviertel, es geht um die Geschichte der Gründung Israels und seiner verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Yfaat Weiss war zwischen 1997 und 1999 am Aufbau des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte an der LMU mitbeteiligt. Heute ist sie Professorin für Jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität. Mit dieser Veranstaltung begeht der Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur sein 15jähriges Bestehen.

Yfaat Weiss kommt am Mittwoch, den 18. Juli 2012, 19 Uhr, ins Historische Kolleg, Kaulbachstr. 15.

Veranstalter: Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU.

Beschränkte Platzanzahl.

Bitte deswegen in der Literaturhandlung anmelden. Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-28 00 135.

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Aktuelle Veranstaltungen


Di. 09.06.2026 | 24. Siwan 5786

Kultur

„Vier Tage im Juni. Eine nahöstliche Tetralogie. Mossul – Tel Aviv – Babel – Istanbul“ mit Mona Yahia

Beginn 19:00

Lesung und Gespräch
Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr

In ihrem Roman »Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie« erzählt Mona Yahia die Geschichte einer jüdischen Familie zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul. Ausgehend von einem Wendepunkt im Jahr 1918 entfaltet sich über vier Generationen hinweg ein vielschichtiges Panorama von Aufbruch, Verlust und Exil.  In eindringlichen Momentaufnahmen – jeweils verdichtet auf einen einzigen Tag – verknüpft die Autorin persönliche Schicksale mit den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts und stellt die Frage nach Zugehörigkeit, Erinnerung und dem eigenen Platz in der Welt. Weiterlesen »

Mo. 15.06.2026 | 30. Siwan 5786

Kultur

Buchvorstellung mit Tuvia Tenenbom: „Wie nennt Ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“

Beginn 19:00

Buchpräsentation und Gespräch
Mit Fotos von Isi Tenenbom
Montag, 15. Juni 2026, 19 Uhr

Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.

Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »

Mi. 17.06.2026 | 2. Tamusz 5786

Kultur

Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“

Beginn 18:15

Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr

Vortrag in jiddischer Sprache

  • Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
  • Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »

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