Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Sa. 10.05.2014 | 10. Ijar 5774

Beginn 11:00

„München liest – aus verbrannten Büchern“

Am 10. Mai 2014 um 10 Uhr wird Wolfram P. Kastner zur Erinnerung an die Bücherverbrennung auf dem Königsplatz eine Brandspur in den Rasen brennen.

Brandspur im Rasen auf dem Königsplatz in München. Foto: Wolfram P. Kastner

Zwischen 11 und 18 Uhr wird eine Lesung stattfinden aus Büchern,die von den Nazis und ihren Helfern 1933 verbrannt wurden. Aus aktuellen Anlässen steht die Lesung unter dem Motto „Die Waffen nieder!“ Viele der verfemten Autoren schrieben Texte gegen Krieg und Militarismus, die 100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkriegs hoch aktuell sind – wie z.B. „Die Waffen nieder!“ von Bertha von Suttner.

Wenn Sie interessiert sind vorzulesen, melden Sie sich bitte unter Telefonnummer 089 -157 32 19 an. Sie können den Text selbst auswählen. Zuhörer sind herzlich willkommen!

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der Machtübergabe an die Nazis, beteiligten sich 50.000 Münchnerinnen und Münchner (großenteils Akademiker) an der Bücherverbrennung auf dem Königsplatz, die von Studenten der Münchner Universitäten und dem Rektor der LMU inszeniert wurde. Verbrannt wurden Bücher von Autoren wie Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und Stefan Zweig.

Ab März 1933 wurden in Deutschland (in über 60 Städten) und später in den besetzten Ländern Bücher und Bibliotheken verbrannt und vernichtet. Dem folgte die Vernichtung von Menschen und die Zerstörung von Städten und Ländern.

In München begann der Terrorakt gegen das angeblich „volkszersetzende Schrifttum“ mit einer pompösen Auftaktveranstaltung im Lichthof der Münchner Universität am 10. Mai 1933. Nach einem nächtlichen Fackelzug durch die Stadt wurden auf dem Königsplatz der Verbrennungsakt inszeniert und die Bücher der „Reichsfeinde“ auf den Scheiterhaufen geworfen. Viele der 1933 verbrannten Bücher sind bis heute weitgehend unbekannt.

Veranstalter: Institut für Kunst und Forschung, W. Kastner, Schellingstr. 117, 80796 München (www.ikufo.de)

Mitveranstalter: Landeshauptstadt München Kulturreferat + Referat für Bildung und Sport, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, bfg München, DGB Landesbezirk Bayern, Elysium – between two continents, Europäische Janusz Korczak Akademie,  Evangelisch-Lutherisches Dekanat München, Evangelische Versöhnungskirche Dachau, Hochschule München, nstitut für Deutsche Philologie der LMU, katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau, Münchner Kammerspiele, Münchner Volkshochschule, Münchner Volkstheater, Münchner Stadtbibliothek, NS-Dokumentationszentrum, Oskar Maria Graf Gesellschaft, PEN, Stiftung Bayerische Gedenkstätten , Technische Universität München, Verband Deutscher Schriftsteller, ver.di Bayern.

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Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

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