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Sa. 09.11.2013 – So. 10.11.2013 | 6. Kislew 5774
Gedenkveranstaltungen in den Münchner Stadtbezirken anlässlich des 75. Jahrestages der Pogromnacht vom 9. Auf den 10. November 1938
Die Bezirksausschüsse laden ein:
Bezirksausschuss des 2. Stadtbezirks Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und
Bezirksausschuss des 13. Stadtbezirks Bogenhausen laden ein:
Wo: Am Gärtnerplatz
Wann: Sonntag, 10. November 2013, 11 Uhr
Jeder Mensch hat einen Namen
Zum Gedenken an die ermordeten Juden in Bogenhausen und in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt anlässlich des 75. Jahrestages der so genannten „Reichskristallnacht“
Namenslesung und Gedenken
mit Mitgliedern der Bezirksausschüsse 2, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und 3, Bogenhausen
Schülerinnen und Schüler des Pestalozzi-Gymnasiums, München
Kinderchor und Solisten des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtbezirken
Brundibár – Auszüge aus der Kinderoper von Hans Krása
(Die Oper des jüdischen Komponisten wurde über 50-mal im Konzentrationslager
Theresienstadt aufgeführt. Keiner des Ensembles hat den Zweiten Weltkrieg überlebt.)
Kinderchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Leitung Verena Sarré
Edward Elgar, Serenade for Strings
Rezsö Sugár, Sechs kleine Stücke für Streichorchester
Kammermusikensemble des Pestalozzi-Gymnasiums, Leitung Stefan Pausch
Verantwortlich und Information bei: Norbert Zimmer, bag-mitte.dir@muenchen.de
Alexander Miklosy, BA 2 Vorsitzender, Angelika Pilz-Strasser, BA 13 Vorsitzende
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Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt lädt ein:
Wo: Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten
Wann: Samstag, 9. November 2013, 19 Uhr
Gedenken „75 Jahre Reichspogromnacht“
Es lesen Schülerinnen und Schüler des P-Seminars im Städtischen Luisengymnasium die Namen der jüdischen Opfer aus der Maxvorstadt in Verbindung mit „verehrt ‒ verfolgt ‒ vergessen“ – Biographien jüdischer Schauspieler von Ulrich Liebe, Schauspieler als Nazi-Opfer, ausgewählt und interpretiert von Claus Obalski und Roland Astor
Das Buch handelt von sieben Schauspielern aus der Zeit der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs‟ – zuerst verehrt, dann verfolgt, gejagt, eingesperrt und schließlich von den Nationalsozialisten ums Leben gebracht. Exemplarisch stellen uns Roland Astor und Claus Obalski die Lebensschicksale vor von Kurt Gerron, Robert Dorsay, Joachim Gottschalk und Fritz Grünbaum vor.
Verantwortlich und Information bei: Dr. Oskar Holl, BA-Vorsitzender, bag-mitte.dir@muenchen.de
Initiative Historische Lernorte Sendling (mit Unterstützung des Bezirksausschusses 6 Sendling) lädt ein:
Wo: Lindwurmstraße 205 (ehemaliges Kaufhaus Gutmann)
Wann: Sonntag, 10. November 2013, 14 Uhr
Gedenken zum 75. Jahrestag der Pogromnacht „Reichskristallnacht“
Verlesung der Geschichte von Sofie & Emanuel Gutmann, der in der Pogromnacht in das KZ Dachau verbracht wurde und von dort „sterbenskrank“ zurückkam. Beide wurden 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Wir treffen uns an den Stolpersteinen, die Gunter Demnig im April 2013 vor dem Haus auf Privatgrund verlegt hat.
im Anschluss: Gedenken am Tatort Lindwurmstraße 185: Verlesung der Geschichte von Marjem & Joachim (Chaim) Both, der in der Pogromnacht von dem SA-Mann Schenk in seiner Wohnung erschossen wurde.
Marjem Both wurde nach ihrer Vertreibung aus Sendling am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und ermordet.
Abschließend: Lesung der Namen zum Gedenken an die 50 jüdischen Nachbarn, Männer, Frauen und Kinder, die in der Nazi-Zeit aus Sendling verschleppt und ermordet wurden
Musik: Shtetl-Musikanten Andi Arnold & Ecco Meineke
Verantwortlich und Information bei: Gabi Duschl, gabi@sendlinger-kulturschmiede.de
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Bezirksausschuss 9 Neuhausen lädt ein
Wo: Rotkreuzplatz
Wann: Samstag, 9. November 2013, 14 Uhr
Eingangsmusik: Thema von Schindlers Liste
Begrüßung: Ingeborg Staudenmeyer, BA-Vorsitzende
Lesung der Namen der ermordeten Juden aus dem Stadtviertel (aus dem Buch der Geschichtswerkstatt) mit Bezug zum Koffer- Projekt, ergänzt durch Namen aus ganz München
Dazwischen: Lesung von Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger
Abschließend: Totengebet – Kaddisch von Maurice Ravel
Die Namen und Gedichte werden von den Mitgliedern des Bezirksausschusses verlesen
Verantwortlich und Information bei: Henriette Thoma, bag-nord.dir@muenchen.de
Ingeborg Staudenmeyer, BA-Vorsitzende
Friedensgemeinschaft Berg am Laim, Pax Christy, Münchner Volkshochschule, Stadtbereich Ost und Bezirksausschuss 14 Berg am Laim laden ein:
Wo: Saal des Altersheims der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vincenz von Paul, St. Michael-Straße 16
Wann: Donnerstag 14. November 2013, 19 bis 21.30 Uhr
Gedenkveranstaltung für die Deportierten und Ermordeten aus der ehemaligen „Heimanlage für Juden in Berg am Laim“
Filmvorführung „Leni muss fort“
das Schicksal der fünfjährigen Gabriele Schwarz aus Stiefenhofen im Allgäu,
mit Leo Hiemer, Autor und Regisseur
Einführung: Erich Kasberger
Anschließend: Lichtergang zum Mahnmal
Verantwortlich und Information bei: Winfried Eckardt, winfried.eckardt@mvhs.de
Robert Kulzer, BA-Vorsitzender et al.
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Der Bezirksausschuss 19 Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln lädt ein:
Wo: Schweizer Platz
Wann: Samstag, 9. November 2013 von 19 bis ca. 22 Uhr
Gedenken und Bekenntnis zur Menschenwürde anlässlich des 75. Jahrestages der so genannten „Reichskristallnacht
Öffentliche Lesung der Namen von Münchner Jüdinnen und Juden, die während der NS-Zeit entrechtet, deportiert und ermordet wurden oder unter ungeklärten Umständen ihr Leben verloren haben
Einleitende Worte: Hans Bauer, BA-Vorsitzender
Lesung der Namen durch Schüler und Schülerinnen, Bürger und Bürgerinnen
Zwischen der Lesung verbindende Worte zum Thema Menschenwürde:
Pfarrerin Miriam Groß, Ev.-luth. Andreaskirche München-Fürstenried
Sokol Lamaj, 1. Vorsitzender Muslimrat München e.V.
Pfarrer Pater Gabriel Adur SVD, Katholische Pfarrei St. Matthias München
Ilse Raetsch, Vorstand Beth Shalom München
Schlusswort
Verantwortlich und Information bei: Hans Bauer, BA-Vorsitzender, bag-sued.dir@muenchen.de
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Der Bezirksausschuss 24 Feldmoching Hasenbergl lädt ein:
Wo: Ehemaliges KZ-Außenlager Dachau-Allach in Ludwigsfeld, Granatstr. 9 (Vereinsgebäude des TSV-Ludwigsfeld)
Wann: Sonntag, 10. November 2013, 14 Uhr
Die Gedenkveranstaltung findet in Form einer Führung statt.
Ortsbegehung mit Klaus Mai am historischen Originalschauplatz „Das jüdische OT-Lager und das jüdische KZ-Frauenlager Dachau-Allach“.
Es werden beide Lagerteile des KZ-Außenlagers und die neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt.
Anschließend daran gibt es Gelegenheit, den Film über die Befreiung des KZ-Außenlagers am 30. April 1945 sowie den Einmarsch der US-Armee nach München anzusehen.
Ort der Filmvorführung: St. Nepomuk, Ludwigsfeld, Kristallstraße 8b (neben dem „Jugendzentrum Jump IN“)
Verantwortlich und Information bei: Klaus Mai, BA 24, bag-nord.dir@muenchen.de
Markus Auerbach, BA-Vorsitzender
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Aktuelle Veranstaltungen
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
»Nicht«. Ein Abend mit Dror Mishani
Beginn 17:00 Uhr:Buchpräsentation und Gespräch zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur
Moderation: Richard C. Schneider (Journalist und Sachbuchautor)
Lesung: Robert Dölle (Residenztheater)
Sprachen: Englisch & Deutsch (mit einer Lesekostprobe auf Hebräisch)
Ursprünglich erwartete das IKG-Kulturzentrum den Schriftsteller Dror Mishani bereits im Juni 2025 zur Vorstellung von »Fenster ohne Aussicht. Tagebuch aus Tel Aviv«, entstanden nach dem 7. Oktober 2023. Der am 13. Juni 2025 ausgebrochene israelisch-iranische Zwölftagekrieg machte diese Einladung zunichte.
Inzwischen hat Dror Mishani einen neuen Roman vollendet mit dem Titel »Nicht«. Es geht darin um Liebe: die zwischen Mann und Frau, Lebende und Erinnerte, Künstlerin und Musik, Mensch und Tier. Kann eine Lüge eine Liebe retten? Oder gewinnt das Zerstörerische darin die Oberhand? Dror Mishani ist ein Meister der Charakterstudie und weit mehr als ein Krimiautor. Er sagt: »Ich habe angefangen, Kriminalromane zu schreiben, um die Wahrheit menschlicher Gewalt zu dokumentieren und den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen«.
So. 06.09.2026 | 24. Elul 5786
Kultur
Einladung zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2026 unter dem Motto »Liebe«
Beginn 10:00 Uhr:»An der frischen Luft«
10:00 Uhr
Rundgang am Alten Israelitischen Friedhof
an der Thalkirchner Straße mit Ellen Presser
bereits ausgebucht
Voranmeldung für weitere Führung am
So, 25. Oktober (mit Rückbestätigung) per
E-Mail unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Ende Sommerzeit)
»Auf jüdischen Spuren durch die Münchner Altstadt«
mit Chaim Frank
11:00 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl. Beitrag 10 Euro.
Voranmeldung unter karten@ikg-m.de (Stichwort: Stadtführung)
4.09. – Treffpunkt wird mit Rückbestätigung mitgeteilt.
»Die Synagoge Ohel Jakob« (Zelt Jakobs)
von vielen Seiten«
Referentin: Dinah Zenker
Vortrag mit Besichtigung, Einlass am Synagogenportal,
ohne Voranmeldung
13:00 Uhr (Einlass ab 12:30 Uhr)
15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Beitrag 5 Euro.
Bücher- und CD-Flohmarkt
12:00 – 17:00 Uhr
»Liebe geht auch durch den Magen«
Jüdische koschere Spezialitäten
im Restaurant Einstein
12:00 – 21:00 Uhr
Tischreservierung unter www.einstein-restaurant.de
Informationen unter (089) 202 400 491
www.ikg-m.de/kulturzentrum/aktuell/
Organisation: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, 80331 München
Mi. 23.09.2026 | 12. Tischri 5787
Kultur
»Briefe an meinen Vater«. Von und mit Konrad Bernheimer
Beginn 19:00 Uhr:Moderation: Ellen Presser
Konrad Bernheimer stellt das Schicksal seines Vaters Kurt sehr persönlich in den historischen Kontext dessen Lebenszeit: als Sohn des renommierten Kunsthändlers und Antiquitätensammlers Otto Bernheimer, als Bruder, Student der Kunstgeschichte, Emigranten in den venezolanischen Anden und Familienvater. 1954 kommt Konrad mit Mutter und zwei Schwestern zum Großvater nach München – ohne den Vater. Erst viel später erfährt Konrad Bernheimer, inzwischen selbst ein international erfolgreicher Kunsthändler, was mit seinem Vater einst geschah. Aus überlieferten Dokumenten und Familienerinnerungen entwickelt Bernheimer jr. eine Zwiesprache mit dem abwesenden Vater über Scham und Schuld, Liebe und Prägungen und die Last, die einem die Geschichte auferlegt, denn »Erinnerung bedeutet, dass etwas bleibt – auch wenn so vieles verschwunden ist«.
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de
