Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungen

« Zurück

So. 27.10.2013 | 23. Cheschwan 5774

Beginn 11:00

Stadtteilrundgang „Hier wohnte…“

Das Erinnerungsprojekt „Hier wohnte…“ geht weiter. Der Neuhauser Künstler Wolfram P. Kastner erinnert mit Stadtteilrundgängen, Zeitzeugengesprächen und einer Ausstellung an jüdische Münchner Bürger.

„Geschichte ist nicht vorbei“ sagt Wolfram P. Kastner, dessen Kunstinstallation aus weißen Koffern und Gedenktafeln mit Porträts und Biografien vor fünf Wohnhäusern im Münchner Stadtteil Neuhausen an jüdische Frauen, Männer und Kinder erinnert.

Sie lebten hier, wurden verfolgt, 1941 deportiert und später ermordet.

„Das Erinnern ist eine Aufgabe der Gesellschaft und nicht nur der betroffenen Familien“, fordert der Künstler, der sich nicht den Vorwurf machen lassen möchte, die schrecklichen Ereignisse jemals verdrängt zu haben.

Am 13. und 27. Oktober führen Wolfram P. Kastner und Ingrid Reuther bei Stadtrundgängen jeweils von elf bis 12:30 Uhr zu den fünf Häusern in Neuhausen, an denen weiße Koffer und Bildtafeln an die früheren Nachbarn erinnern.

Sie berichten über die Verfolgung jüdischer Bürger und schildern ihre Biografien bis zur Deportation.

Beide Führungen werden gemeinsam mit der Volkshochschule Neuhausen angeboten.

Interessierte melden sich bitte bei Frau Wetzel unter 089 / 82000512 an.

Eine Ausstellung mit weißen Koffern, Porträts und Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Schülerinnen und Schüler wird am 16. Oktober um zehn Uhr in der Turnhalle der Neuhauser Winthirschule am Winthirplatz 6 eröffnet.

Walter Joelsen, der als „Halbjude“ seine Neuhauser Schule verlassen musste und drei Arbeitslager überlebte, wird dabei authentisches Zeugnis seiner Erlebnisse geben.

Rektor Thomas Häns wünscht sich viele Gäste, die miterleben wollen, wie die Jugend von heute auf die Schilderungen des Zeitzeugen reagiert.

Ernst Grube überlebte als Kind das Konzentrationslager Theresienstadt.

Am 18. Oktober schildert er seine Lebensgeschichte und diskutiert mit Schülern und Besuchern.

Beginn ist um 18 Uhr. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Schule zu besichtigen.

Die Schule lädt Schülerinnen und Schüler, Eltern und die Presse sind herzlich ein.

Der Bezirksausschuss des Stadtbezirks Neuhausen-Nymphenburg, das Kulturreferat der Stadt München, die Münchner Volkshochschule, die Stadtbibliothek München und die Winthirschule unterstützen die Aktion.

Die Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker hat  das Erinnerungsprojekt im Webauftritt http://www.weissekoffer.de/ mit Interviews, Audiorundgängen und einem Videofilm dokumentiert.

Termine kompakt:

  • 13. Oktober 2013, 11-12.30 Uhr, Stadtteilrundgang, Anmeldung unter 82 000 512 erwünscht
  • 16. Oktober 2013, 10 Uhr, Eröffnung von „Schicksal (un)bekannt“ an der Winthirschule, mit Walter Joelsen
  • 18. Oktober 2013, 18 Uhr, Shoa-Überlebender Ernst Grube spricht auf der Ausstellung an der Winthirschule
  • 27. Oktober 2013, 11-12.30 Uhr, Stadtteilrundgang, Anmeldung unter 82 000 512 erwünscht

Für weitere Informationen zum Projekt „Hier wohnte …“ wenden Sie sich bitte an: Wolfram P. Kastner, Institut für Kunst und Forschung, Tel. 089 – 157 32 19 oder email: w.kastner@ikufo.de.

 

Alle Beiträge der Kategorie Veranstaltungen ansehen »

VeranstaltungenÜberblick »

Aktuelle Veranstaltungen


So. 18.01.2026 | 29. Tewet 5786

Kulturzentrum

„Balagan“ von und mit Mirna Funk

Beginn 17:00

Buchpräsentation und Gespräch
Sonntag, 18. Januar 2026, 17 Uhr

Moderation: Ellen Presser

Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von schwieriger Restitution und von der Suche einer jungen Frau nach einem Weg durch das Chaos (hebr. »Balagan«), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und in ihrer Familie angerichtet hat.

Mirna Funk, 1981 in Ost-Berlin geboren, studierte Philosophie und arbeitet als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für NZZ, DIE WELT und Die ZEIT. Für ihr Romandebüt »Winternähe« wurde sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

Weiterlesen »

Mi. 21.01.2026 | 3. Schwat 5786

Kultur

Dan Ariely x Guy Katz: About the Path to Hate

Beginn 19:00

Gespräch in Englisch
Mittwoch, 21. Januar 2026, 19 Uhr

 

An Evening on the Psychology of Antisemitism

Antisemitism is growing, raising the painful question: why? Join world-renowned behavioral scientist Dan Ariely to explore the psychological mechanisms behind hatred and how we might break these destructive cycles. His work reveals predictable patterns in human behavior, even harmful. Weiterlesen »

Do. 29.01.2026 | 11. Schwat 5786

Kultur

Hommage: „Ein Abend für Gertrud Kolmar“

Beginn 19:00

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr

Mit Friederike Heimann und Anette Daugardt (Rezitation)

Gertrud Kolmar – geboren 1894 in Berlin, 1943 in Auschwitz ermordet – verleiht in ihren dichten, manchmal archaischen und doch oft überraschend modernen Bildwelten immer wieder dem Fremden und Ungekannten, dem Stummen und Sprachlosen, eine Stimme. Dabei durchdringen sich das Weibliche und das Jüdische in ihrer Poetik auf vielfache Weise. Nun seh‘ ich mich seltsam und kann mich nicht kennen / Da ich vor Rom, vor Karthago schon war, heißt es in „Die Jüdin“, die eine Forscherreise rüsten möchte in ihr eigenes uraltes Land.

Durch die Gedichtlesung führt Friederike Heimann, Literaturwissenschaftlerin und Autorin einer Biographie über Gertrud Kolmar» In der Feuerkette der Epoche« (Suhrkamp 2023).. Die Gedichte werden von der Berliner Schauspielerin Anette Daugardt vorgetragen. Weiterlesen »

Alle Veranstaltungen »

Israelitische Kultusgemeinde
Kontakt
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
E-Mail: empfang@ikg-m.de