Gemeinderabbiner Arie Folger
Seit September 2011 ist Rabbiner Arie Folger Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Er ist verheiratet und hat mit seiner Gattin Faigy fünf Kinder.
Der gebürtige Belgier lebte zuletzt in Basel/ Schweiz, wo er von Februar 2003 bis August 2008 Rabbiner der Israelitischen Gemeinde Basel war. Danach arbeitete er als Publications Director des Amerikanischen Rabbinerverbandes (RCA).
New York, Basel, München
Bevor er nach Basel kam, wohnte er in New York, wo er zunächst an der Yeshiva Mesivta Rabbi Chaim Berlin und dann parallel im Semichaprogramm des Rabbi Isaac Elchanan Theological Seminary studierte. Daneben absolvierte er ein MBA-Studium an der Stern School of Business der New York University.
Es war dann auch New York, wo Folger seine Frau Faigy kennen- und lieben lernte, sie heirateten, und ihre beiden ältesten Kinder geboren wurden. Arie Folger lebte acht Jahre in New York. Während jener Zeit arbeitete er auch im IT-Bereich und im jüdischen Outreachbereich beim National Jewish Outreach Program. Schliesslich gehörte er dem rabbinischen Team der orthodoxen Park East Synagogue, unter Führung von Rabbiner Arthur Schneiers, an.
Liebe zu den Mitmenschen hat oberste Priorität
Ausser seiner Jeschiwástudien an den Jeschiwót Chaim Berlin und RIETS lernte er an der Mirrer Jeschiwá in Jerusalem, am Gateshead Talmudiccal College/Jeschiwát Beit Josséf Gateshead in England und an der Jeschivat Etz Chaim in Wilrijk, bei Antwerpen, Belgien.
Rabbiner Folger schätzt die Herausforderung, sich in verschiedenen Ländern sprachlich einzuleben. Er lernte schon früh, mehrere Sprachen, und beherrscht heute – in der Reihenfolge, in der er sie erlernte – Französisch, Jiddisch, Niederländisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch sowie ein wenig Spanisch.
Arie Folger sagt von sich:
“Ich glaube an das Potential jedes Juden und an die Wichtigkeit der authentischen jüdischen Kultur. Ich möchte mir ein Beispiel an der Geschäftswelt nehmen und schläge vor, dass wir in allen gesetzestreuen jüdischen Gemeinschaften nach den besten Methoden suchen, und sogar über die Grenze des orthodoxen Judentums hinaus (solange diese Methoden mit der Halacha vereinbar sind), und dass jüdische Gemeinden lernen, gute Marketinggrundsätze des gemeinnützigen Bereichs zu nutzen und eine klar umrissene, konsequent angewandte Strategie zu haben, um mehr Juden wirkungsvoll zu erreichen und tief zu berühren. Dies ist nur möglich, wenn die Liebe zu den Mitmenschen an erster Stelle der Prioritäten einer Gemeinde steht und wenn diese Liebe auf der persönlichen Ebene und nicht als formales Programm gelebt wird (als ob es möglich wäre, Gefühle als Programm anzusetzen).”
Rabbiner Folger erhielt Semicha von RIETS und vom Szmigrader Rebbe von Antwerpen, Belgien.
Rabbiner Arie Folger bloggt unter ariefolger.wordpress.com.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2011: “Synagoge und Facebook“
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