Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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20. Februar 2012

Israelisches Dorf für Erdbebenopfer in Türkei

Ynet, 16.2.2012. Drei Monate nach dem schweren Erdbeben, das den Osten der Türkei erschütterte, konnte ein “israelisches Dorf” für 1.300 Bewohner in der Provinz Van eröffnet werden. Gouverneur Münir Karaoglu führte gemeinsam mit dem Universitätsdekan Mehmet Uzer eine Delegation des Verteidigungsministeriums durch das Viertel.

Wohncontainer bieten Platz für 800 Studenten. Foto: Israelisches Verteidigungsministerium

Wohncontainer bieten Platz für 800 Studenten. Foto: Israelisches Verteidigungsministerium

Während der Tour erklärte der Dekan, dass etwa 800 Studenten in den Wohncontainern unterkommen sollen. “Dank Ihnen können wir wieder zu unseren Leben zurückkehren und den Studenten, die nach dem Beben zu ihren Eltern geflohen sind, eine Unterkunft bieten.”

Bei der Eröffnungsfeier erklärte der Gouverneur: “Nach dem starken Erdbeben kamen Sie, die Israelis, mit reichlich Equipment und reichlich gutem Willen uns zu helfen, und dafür möchte ich Ihnen aus tiefstem Herzen danken. Sie sind unsere wahren Freunde, und der Beweis dafür steht hier direkt vor uns.”

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Aktuelle Veranstaltungen


Di. 03.03.2015 – Di. 03.03.2015 | 12. Adar I 5775

Kulturzentrum

“Der Jude mit dem Hakenkreuz. Meine deutsche Familie” Buchpräsentation mit Lorenz Salomon Beckhardt

Beginn 19:00 Uhr:

Lorenz S. Beckhardt. Foto: Monika Sandel

Der Autor Lorenz Salomon Beckhardt, Jahrgang 1961, wurde in einem katholischen Internat erzogen und erfuhr erst als 18-jähriger von seiner jüdischen Herkunft. Nach einem Studium der Chemie wandte er sich dem Journalismus zu. Als Redakteur und Reporter für die ARD, den WDR und 3sat versteht er sich auf das investigative Recherchieren. 2007 entstand seine WDR-Reportage über seinen Großvater Fritz. Der gelernte Textilkaufmann war aus dem Ersten Weltkrieg als höchst dekorierter jüdischer Soldat zurückgekehrt. Er hatte im Jagdgeschwader III – neben Hermann Göring – gedient. Als sein persönliches Glückssymbol sah er die Swastika an, das indische Sonnenzeichen, das wenige Jahre später zum Symbol des Nationalsozialismus werden sollte. Beckhardt erläutert anhand des Schicksals seiner Vorfahren anschaulich und kenntnisreich deutsch-jüdische Geschichte im 19. und 20.Jahrhundert und geht auch auf aktuelle Fragen ein.

Das Gespräch mit Lorenz Salomon Beckhardt führt Armand Presser.

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Mo. 09.03.2015 – Mo. 09.03.2015 | 18. Adar I 5775

Kulturzentrum

Woche der Brüderlichkeit: “War Luther Antisemit?” – Buchvorstellung mit Dietz Bering

Beginn 19:00 Uhr:

Der Kirchenreformator Martin Luther ist so eng mit der deutschen Geschichte verbunden, dass sein Verhältnis zum Judentum für Christen wie Juden eine schwere Bürde ist. 1523 schrieb Luther, man müsse Juden „freundlich annehmen“. Zwanzig Jahre später forderte er schreckliche Gewaltmaßnahmen, auf die sich Antisemiten durch die Zeitläufte immer wieder berufen haben.

Der Historiker und Sprachwissenschaftler Dietz Bering wirft ein neues Licht auf Luthers rätselhaften Wandel vom ‚Judenfreund‘ zum erbitterten Judenfeind und findet zu einer differenzierten Deutung. Zu seinen grundlegenden Werken im Bereich Vorurteilsforschung gehören „Der Name als Stigma. Alltagsantisemitismus 1812 – 1933“ und „Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels“.

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Di. 10.03.2015 – Di. 10.03.2015 | 19. Adar I 5775

Kulturzentrum

“Who the fuck is Kafka” – Buchpräsentation mit Lizzie Doron

Beginn 19:00 Uhr:

Lesung und Gespräch mit der
israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und ihrer Übersetzerin Mirjam Pressler

Lizzie Doron. Foto: Guy Gilad

Zuerst: Ein Hotel in Rom. Eine israelisch-palästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe. Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim Abu Heni aus Ostjerusalem entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba. Aber sie sprechen miteinander, lernen einander kennen.

Lizzie Doron, 1953 in Tel Aviv geboren, wo sie auch heute lebt. Sie studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman „Ruhige Zeiten“ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeanette Schocken-Preis. In all ihren Büchern verweb sie Historisches mit Privatem, Faktisches mit einem So-hätte-es-sein können, das oft wirklicher als das Leben selbst erscheint.

Mirjam Pressler, 1940 in Darmstadt geboren, studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt. Seit 1979 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, für die sie als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen deutscher Sprache – ebenso wie für ihre zahlreichen Übersetzungen aus dem Hebräischen und Niederländischen – vielfach ausgezeichnet wurde.

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