Pressemitteilung
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19. Oktober 2011
Deutscher Architekturpreis 2011 für Jüdisches Zentrum München
Das „Jüdische Zentrum München“ hat am 13. Oktober 2011 in Dresden eine der fünf begehrten Auszeichnungen des Deutschen Architekturpreises 2011 erhalten.
Die drei Gebäude der Architekten Wandel Hoefer Lorch + Hirsch haben zwei Bauherren: die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern (Synagoge, Gemeindehaus) und die Landeshauptstadt München, vertreten durch den Oberbürgermeister, dieser vertreten durch das Baureferat, dieses vertreten durch das Kulturreferat (Jüdisches Museum).
In seiner Laudatio sagte Sigurd Trommer: „Wenn auch nach langem Ringen: Es ist ein Glücksfall, dass sich die Stadt München, die Jüdische Gemeinde und die benachbarten Eigentümer und Nutzer darauf verständigt haben, auf der letzten Kriegsbrache in der Altstadt das Jüdische Zentrum in der Stadtmitte entstehen zu lassen. Und es ist ein Glücksfall, dass nicht nur das Wettbewerbsergebnis verwirklicht, sondern der gewonnene städtische Raum insgesamt neu gestaltet und ein Ort gestiftet wurde.“
Die Preisrichter schreiben in ihrer Begründung: „Der städtebauliche Entwurf von drei kubischen Baukörpern lässt die Spuren des zerstörten Stadtgefüges sichtbar bleiben“. Zwischen den Gebäuden entstehe eine Struktur aus Gassen und Plätzen, die das Ensemble sensibel und ohne Anbiederung in das vorhandene Stadtgefüge einbindet. „Die hohe, transparente Stahlkonstruktion, die sich aus dem geschlossenen Sockel erhebt, macht die Synagoge zum selbstverständlichen Mittelpunkt zwischen vorhandener Bebauung und den Neubauten.“ Das Museum hingegen zeige sich als öffentliche Einrichtung im Erdgeschoss großzügig verglast. Unmittelbar an die noch vorhandene Bebauung schließt sich das größte Volumen an, das Gemeindezentrum.
Laudator Trommer: „Es ist eine Freude, diese Nutzungen mit ihren neu gebildeten, öffentlichen Räumen und der umgebenden Altbebauung mit Stadtmuseum und St. Jakobs-Kirche in einem urbanen Kontext zu erleben, verbunden mit der Hoffnung, dass es eines Tages der unvermeidlichen Sicherheitseinrichtung nicht mehr bedarf!“
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Weitere Informationen unter bmvbs.de.
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Nach seinen Expeditionen »Allein unter Deutschen«, war er allein unter Juden, Amerikanern, Flüchtlingen und orthodoxen Juden. Inzwischen verbrachte Tenenbom acht Monate im Westjordanland unter Siedlern und sprach mit allen: religiösen Zionisten, politisch engagierten Siedlern, antizionistischen Charedim, mit Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen dort leben, mit Aktivisten, Journalisten, Politikern und Palästinensern.
Je mehr Gespräche er führte, desto deutlicher wurde: Ein einheitliches Bild lässt sich angesichts dieser komplexen Gemengelage nicht zeichnen. Gewalt verschweigt er nicht: »Ich gebe niemandem einen ›Rabatt‹. Ich weise nur darauf hin, dass dies ein kleiner Teil einer äußerst komplexen Geschichte ist – einer Geschichte mit vielen Schichten.« Weiterlesen »
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Kultur
Scholem-Alejchem-Vortrag: „ביכער פֿאַר אַלע“ – „Bücher für alle – populäre jiddische Literatur in Osteuropa, 1860 – 1914“
Beginn 18:15Scholem-Alejchem-Vortrag in ondenk fun Evita Wiecki s“l
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18:15 Uhr
Vortrag in jiddischer Sprache
- Begrüßung: Prof. Dr. Martina Niedhammer
- Einführung: Dr. Dasha Vakhrushova
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der jiddische Buchmarkt in Osteuropa neben traditionell-religiöser chassidischer Literatur immer mehr auch von weltlichen Publikationen geprägt. Diese neuen Texte richteten sich an ein breiteres jiddischsprachiges Lesepublikum, das tatsächlich großes Interesse an den neuen Formen und Inhalten zeigte. In dieser Zeit erschienen auch die ersten jiddischen Zeitungen, ein erschwingliches und leicht zugängliches Mittel der Verbreitung allgemeinen Wissens und aufklärerischer Ideen. Allmählich wurden diese Zeitungen zu einer wichtigen Bühne für literarische Werke unterschiedlichster Qualität. Der Vortrag möchte die große Bandbreite jiddischer Publikationen aufzeigen, zu denen jiddische Leser von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Zugang hatten, und stellt eine repräsentative Auswahl dieser Werke vor. Dazu gehören belletristische Werke diverser Genres und Stilrichtungen von verschiedener Qualität, darunter die sogenannte shund-literatur [Trivialliteratur] sowie populärwissenschaftliche Werke, die auf die Bedürfnisse der osteuropäischen jiddischen Leserschaft zugeschnitten waren. Weiterlesen »
Israelitische Kultusgemeinde
München und Oberbayern K.d.ö.R.
St.-Jakobs-Platz 18
80331 München
Tel: +49 (0)89 20 24 00 -100
Fax: +49 (0)89 20 24 00 -170
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