Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

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Do. 04.02.2016 | 25. Schwat 5776

Beginn 19:00

Dokumentarfilm: „Chava Rosenfarb: Dos blesele wor“ („That Bubble of Being“)

Im Rahmen der Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz: „Chava Rosenfarb: Dos blesele wor“ („That Bubble of Being“)

Das gesamte Programm der Filmtage 2016 finden Sie hier (PDF-Download).

USA 2015, 75 Min., OF in Jiddisch mit engl. Untertiteln.

Interviewer: Anna Fishman Gonshor, Regie: Joshua Waletzky.

Chava Rosenfarb, mit 35 Jahren. Foto: privat

Chava Rosenfarb, mit 35 Jahren. Foto: privat

Chava Rosenfarb (1923–2011) war eine führende Persönlichkeit der Jiddischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Geboren in Lodz, besuchte sie in diesem Zentrum jüdischen Lebens eine jiddisch-sprachige Schule und das polnische Gymnasium. Sie liebte Lyrik und begann bereits im Alter von acht Jahren zu schreiben. Wie viele Juden der Stadt wurde Rosenfarb von 1940 bis 1944 in das Lodzer Ghetto gesperrt. Hier verfasste sie stapelweise Gedichte, die ihr in Auschwitz entrissen wurden. Ihre erste Sammlung von im Ghetto entstandenen Gedichten, Di balade fun nekthikn vald (The Ballad of Yesterday’s Forest), wurde 1947 in London veröffentlicht. 1950 immigrierte sie nach Montreal. 1972 veröffentlichte sie ihr Meisterwerk Der boym fun leben (The Tree of Life), eine Trilogie über das Ghetto in Lodz. Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die sie erhielt, gehören der Manger Preis (1979), der I.J. Segal Preis (1993) und die Verleihung eines Ehrendoktorats (2006).

Chava Rosenfarb, mit 88 Jahren. Filmausschnitt © League for Yiddish, Inc.

Chava Rosenfarb, mit 88 Jahren. Filmausschnitt © League for Yiddish, Inc.

In dem Film »Dos blesele wor« erzählt Chava Rosenfarb in schönstem Jiddisch von ihrem Leben in Lodz vor dem Holocaust. Sie berichtet von den Jahren im Lodzer Ghetto, in Auschwitz und Bergen-Belsen, und von ihrer Laufbahn als jiddische Autorin in Montreal. Sie bietet Einblicke in ihr Schreiben, insbesondere in das Schreiben über den Holocaust, das Leben und die Liebe, aber auch über die jiddisch-sprachige Literaturszene nach 1945 in Kanada.

Sie verknüpft ihre Erzählungen mit dem Rezitieren ihrer Gedichte. Dieses Filminterview von Anna Fishman Gonshor mit Chava Rosenfarb ist das letzte mit der bedeutenden Autorin, die kurz darauf starb.

Begrüßung: Evita Wiecki, Jiddisch-Lektorin am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU

Eintritt 5,– Euro

Karten unter Telefon (089)202400-491 oder per E-Mail: karten@ikg-m.de und an der Abendkasse

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18

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